abgefahrn Satire blog Das abgefahrn Satire Blog betrachtet aktuelles Tagesgeschehen unter einem kritisch satirischem Gesichtspunkt. |  |

Bei einer psychologischen Therapiesitzung in Berlin sind zwei Patienten gestorben. Nachdem der behandelnde Arzt den Teilnehmern unbekannte Substanzen eingeflößt hatte, erlitten fast alle schwere Vergiftungen.
Dies ist der Beweis, dass esoterisch angehauchte alternative Heilmethoden gemeingefährlich sind. Unvernünftig wird mit dem Leben verzweifelt-naiver Patienten gespielt. Politik, Medien, Ärzte- und Pharmakonzernvertreter sagen nun allen Wunderheilern den Kampf an. So leichtfertig möchte die Schulmedizin es nicht aus der Hand geben: das eigene Monopol für Ärztepfusch mit Todesfolge.
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Es sind schwierige Zeiten auf dem Spielplatz Berlin. Angela sitzt allein in der Mitte der Wippe und der Oskar und der kleine Frank Walter sitzen links von ihr. „Du musst weiter nach rechts Angela, sonst klappt das nicht mit dem Wippen.“, brüllen ihre Lieblingsspielkameraden, doch die kleine Angela traut sich nicht.
Schon seit einigen Jahren ist die Angela Chefin des Spielplatzes und demnächst steht eine Wahl an. Ein neuer Chef soll gewählt werden und der Frank Walter ist ihr schärfster Konkurrent. Frank Walter war immer ein kompetenter Partner. Mit seinem kleinen Dreirad fuhr er meist durch die Gegend und besuchte andere Spielplätze. Er musste sich um die interplatzionalen Dinge kümmern, Export von Schaufeln und kleinen Förmchen oder Austausch von Informationen zwischen den einzelnen Spielplätzen. Er war ein kleiner, ruhiger Diplomat und trotzdem will er ihr den Chefinnenplatz streitig machen.
Ein Bild von damals als noch alles in Ordnung war. Vollbeschäftigung war kein Traum mehr und die kleine Angela war auf einem Höhenflug.
Dabei fing alles so gut an. Auf dem Spielplatz waren so viele Kinder wie noch nie beschäftigt und kaum einer musste sich langweilen. Einige sprachen damals schon von Vollbeschäftigung. Es war einfach eine tolle Zeit
Doch dann kam die interplatzionale Sandkrise. Sie müssen wissen, dass ohne Sand rein gar nichts funktioniert auf dem Spielplatz Berlin. Sand ist nun mal spielplatznotwendig.
Und damit immer genug Sand da ist, hatte schon der Vorgänger von Angela, der Gerhardt, sogenannte Sandmanager eingestellt. Die sollten sich um den Sanderhalt kümmern. Denn jedes Kind nimmt immer eine gewisse Menge Sand mit nach Hause. Entweder bleibt es in der Kleidung hängen oder es steckt was in den Sandalen. Das ist sozusagen ein Naturgesetz.
Die Sandmanager waren jedoch raffgierige Kinder die einfach schlecht erzogen waren. Sie handelten zum Beispiel mit anderen Spielplätzen und deren Sandmanagern. Ich gebe dir 3 Schaufeln und dafür bekomme ich eine gewisse Menge Sand. So lief das ab. Nur leider behielten die Sandmanager immer einen gewissen Prozentsatz an Sand für sich. Doch das war noch nicht das Schlimmste. Irgendwann kamen dann außerplatzige Sandvestoren und tauschten den Sand gegen Sandschuldscheine, wodurch sie sich noch viel mehr Sand versprachen. Irgendwann hatten die Sandmanager das Spiel nicht mehr unter Kontrolle und mussten eingestehen, dass ihre Sandreserven zur Neige gingen.
Doch anstatt die Sandmanager zur Rechenschaft zu ziehen, füllte die Angela die Sandreserven mit ihrem eigenen Sand wieder auf.
Doch das Dilemma blieb nicht aus. Viele Kinder sind nicht mehr beschäftigt weil sie keinen Sand mehr haben. Kürzere Spielzeiten und Langeweile sind die Folge.
Den Weg aus der Krise, sieht Angela in der Auffüllung der Sandreserven, doch ihr ehemaliger Kollege der
Spiel
platz
Deppen (SPD) Frank Walter hat schon ganz andere Pläne. Wenn er mal Chef ist will er die reichen Kinder schröpfen. „Die reichen Kinder die zu Hause einen eigenen Sandkasten haben sollen ihren Sand auch gefälligst hierher mitbringen, damit wir alle was davon haben.“, sagte der Frank Walter in einer seiner berühmten Reden gleich links neben der Rutsche.
Angela ist wirklich sauer über den ehemaligen Diplomaten. War es nicht er und sein bester Kumpel Gerhardt, die die Sandmanager einführen ließen?
Harte Zeiten kommen auf die Chefin des Spielplatzes Berlin zu. Wirklich harte Zeiten!
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Wenn Esel prophylaktisch wirken, dann sollte man diese keineswegs zum Angeln nutzen.
Währenddessen Sie noch an der Bedeutung dieses Satzes kauen, werde ich mit meiner Berichterstattung beginnen:
Finanzkrise:
Den Schlimmigkeitsgrad einer Finanzkrise erkennt man daran, wie beschwichtigend unsere Regierenden darüber sprechen. „Man soll nicht immer alles schwarz malen. So schlimm ist das nun auch wieder nicht.“, sagte heute, gestern und eigentlich schon die ganze Zeit, die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ähnliches Gefasel kann man dann auch noch vom Bundespräsidenten erfahren: „Uns geht es wirklich gut. Ich meckere doch auch nicht, dass ich bald arbeitslos bin. Außerdem ist schönes Wetter draußen und die Vögel zwitschern. Ich wäre froh wenn ich jetzt obdachlos werden würde. Die frische Luft tut gut.“, sagte der Naturbursche Köhler der in seiner Freizeit gerne tote Eichhörnchen von der Autobahn abkratzt.
Doch solche Worte hört man immer dann, wenn die, entschuldigen Sie diesen äußerst passenden Ausdruck, Kacke mächtig am Dampfen ist. Das UFO (Unbekanntes Finanz Objekt) Wirtschaftsinstitut sagt einen weiteren Abstieg des Wirtschaftswachstums voraus. In ihrem neulich veröffentlichten Frühjahreshoroskop, belegen die Wirtschaftshexen die miserable Lage der Bundesregierung. „Wir sagen eine deutlich abfallende Stagnation des surrealen Bruttoinlandsprodukts voraus. Anhand unseres staatlich geprüften Wirtschaftsfrosches erkennen wir die zukünftige Lage der Bundesrepublik.“, erklärte ein selbsternannter UFO Forscher und zeigte auf einen Frosch der ganz unten auf seiner Leiter stand.
Die Experten fordern eine weitere Rekapitalisierung der Banken. Je mehr Geld man verschleudert umso besser. Schließlich soll sich ja das Vorausgesagte bewahrheiten!
Pornographiker:
Zensursula von der Leyen sperrt nun eigenhändig das Internet mit ihrem eigenen DNS Server ab. Zukünftig soll jeder der rein zufällig auf eine Kinderpornographie Seite im Internet stößt, mit Nacktfotos von Frau von der Leyen, abgeschreckt werden. „Politikerpornographie ist eine wirksame Methode zur Abschreckung von Kinderpornographen. Die Bilder von mir werden in unzähligen Popo-ups auf dem Bildschirm erscheinen und sich geradewegs in das Hirn des Triebtäters einbrennen.“, versprach die Zensursula.
Nicht auszudenken wenn Nacktfotos dieser Frau in die Hände von Terrororganisationen wie die Taliporn fallen.
Trotz heftiger Kritik, überzeugt diese Idee auch andere CDU Pornopolitiker. Innenminister Schäuble plant eine Ausweitung der Zensur auf regierungskritische Internetseiten wie zum Beispiel diese
hier
„Jeder der auf diese Seiten geht, wird gepimmelt“, drohte Schäuble.
Dergeschichtenerzaehler versteht die ganze Aufregung um die Kinderpornoseiten überhaupt nicht. Anscheinend ist er wieder mal der einzige Depp, der noch keine Kinderpornographie im Internet gefunden hat und jetzt soll die ganze Sache auch noch verboten werden.
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Der Geschichtenerzähler bringt heute mal wieder ein paar unzensierte Nachrichten. Wie lange das noch so weitergeht und wann der Geschichtenerzähler, zu den gleichgeschalteten Medien überläuft, wird sicherlich bald geklärt werden. Eine warme Bude und eine Hühnersuppe sind ihm immer noch wichtiger als die Wahrheit, lässt der Geschichtenerzähler von seiner Sommerresidenz ausrichten.
Wahlkampf:
Die nach eigenen Angaben sozialste Partei Deutschlands startet ihren Wahlkampf für die Bundestagswahl im September. Frank Steinmeier setzt dabei auf drei wichtige Kernthemen: „Wir wollen die Sicherung von Arbeitsplätzen, Steuererhöhung für Wohlhabende und eine stärkere Regulierung des Finanzmarktes.“, sagte Steinmeier, der seinen Testosteron Spiegel schon seit einigen Wochen mit Bullensperma, künstlich am Leben erhält. Doch entgegen Steinmeiers Bemühungen, findet die Bevölkerung den Wahlkampf in etwa so spannend wie ein Rentner-Schlamm-Catchen im Marienstift.
Der Grund für die gähnende Langeweile ist das Programm der Schwesterpartei äh Pardon des Koalitionspartners CDU. Die geschmierten Lackaffen rund um Angela Merkel besitzen eigentlich auch keine besseren Ideen als die SPD.
Wie lange kann die Kanzlerin ihre Lackaffen bei der Stange halten?
Und so droht das Superwahljahr zum Superschnarchjahr zu verkümmern. Wenn da nicht der amtierende Superfinanzminister Peer Steinbrück wäre. Der in der Schweiz schon längst als Finanznazi verschriene Bundespolitiker fordert eine lückenlose Überwachung der Superreichen in Deutschland. Gemeinsam mit dem Big Brother Produzenten Endemol plant er einen luxuriösen Containerbau zu errichten, worin sich die finanziell Überbevorteilten austoben können. „Wir werden eine riesige Steuerwüste erschaffen, worin es keine Oasen geben wird.“, so Steinbrück wortwörtlich.
Somalia:
Piraten kannte man bis vor ein paar Jahren nur aus den Geschichtsbüchern oder Kinofilmen. Damals nannte man sie die Schrecken der Weltmeere, heutzutage sind sie eher der Schrecken der Wasserstraßen.
Der Geschichtenerzähler sprach mit Peter Irat. Peter ist einer der bedeutendsten Seeräuber an der somalischen Küste. „Ich finde den Begriff Seeräuber hoffnungslos veraltet. Wir rauben ja nicht die See aus, sondern nur die reichen Länder.“, sagte Herr Irat. Die Piraten kämpfen einen Krieg der assimetrischer (Kunstwort aus asozial und metrisch) nicht sein könnte. Riesige Kriegsschiffe kämpfen gegen kleine Schnellboote. David gegen Goliath.
Der westliche Goliath kann diesen Kampf eigentlich gar nicht gewinnen. Seine schwerfälligen Kriegsschiffe sind zwar die modernsten der Welt, aber weit mehr als ein Schießen von Spatzen mit Kanonen erreicht man nur selten.
Schließlich kommt man nicht umhin, Mitleid mit dem Herrn Irat zu haben. Der Piratendavid hat nichts zu verlieren außer sein Leben und wenn jeden Tag Reichtümer in Milliardenhöhe vor seiner Haustüre vorbeischippern, dann fällt die Entscheidung für das Piratendasein relativ leicht.
Der Goliath hat sich in den vergangen Jahren mehr als einmal die Finger in assimetrischen Kriegen verbrannt, doch das heißt noch lange nicht, dass er daraus gelernt hat. Dass so ein Kriegsschiff viel Geld kostet, dass weiß auch der Herr Irat. Er musste schließlich 3 Jahre auf sein kleines Fischerboot sparen, mit dem er jetzt die Weltmeere unsicher macht. Warum man das Geld nicht dafür verwendet den Leuten in Somalia zu helfen, fragt sich der Freibeuter ernsthaft. Wenn er seine Familie ernähren könnte, warum sollte er dann sein Leben im Kampf gegen eine Übermacht verlieren?
Arroganz ist ein Wort, was er nur schwer verstehen kann, es ist aber der Grund dafür warum er noch weiterhin ein paar Schiffe kapern muss und auch der Grund dafür warum der Goliath nicht aufhören kann mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und die Menschen in Somalia nicht als Opfer sondern als Feinde sieht.
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Der Geschichtenerzähler ist aus seinem kurzen Schreiburlaub zurückgekehrt und wird nun wieder einige grandiose Kleinigkeiten verfassen. Angefangen bei den ganz Kleinen.
Jugend:
Die Gewalt unter, ober und vor allem neben, Jugendlichen in Deutschland sinkt dramatisch. Doch obwohl die Mitarbeiter des Bundesamtes für Statistik und Erbsenzählerei jahrelang einen Rückgang der Gewalttaten vermelden, ist der Innenminister Wolfgang Schäuble beunruhigt: „Wir haben uns immer auf die Zahlen verlassen. Doch gestern kam die Ursula vorbei und erzählte mir, dass es immer weniger Kinder gibt. Das würde natürlich den Rückgang erklären.“, meinte Schäuble.
Und tatsächlich, viele Jugendliche wissen einfach nicht mehr wohin mit ihren Aggresionen und weil sich immer weniger Opfer finden, verzichten die ersten schon vollständig auf Gewalt. Wie zum Beispiel der siebenjährige ultraorthodoxe Nazi aus Bad Wiesenhof, Kevin-Chantalle Rübenmann. Er ist in der brandenburgischen Steppe aufgewachsen und er musste jeden Tag 20 Kilometer mit dem Fahrrad in die nächst größere Ansiedlung fahren um ein Gewaltopfer zu finden. Mittlerweile konzentriert sich Kevin-Chantalle lieber auf seine Schulkarriere. Er will Banker werden und in Zukunft den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Er meint, dass es keine bessere Möglichkeit gibt, den Menschen weh zu tun.
USA:
Der amerikanische Superpräsident Barack Obama ist zurzeit in der Türkei unterwegs und hat eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Obama wollte sich ursprünglich für den Beitritt der Türkei in die EU einsetzen, doch dann musste er auf dem Weg nach Ankara feststellen, dass der größte Teil der Türkei in Asien liegt und seine Forderung absolut idiotisch ist.
„Bevor man über eine EU Erweiterung spricht, sollte man vielleicht erstmal über eine Europaerweiterung nachdenken. Yes we can!“, sagte Obama und setzt sich ab sofort für die Vergrößerung Europas ein. Die Grenzen Europas hatte man seit dem 6. Jahrhundert nicht mehr verändert, doch Obama ist sich sicher das er Asien (wer auch immer dafür zuständig ist) einen kleinen Teil wegnehmen kann.
Masar i Sharif:
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel tätigte heute einen unangekündigten Frontbesuch in Afghanistan. „Hätten wir gewusst, dass die Kanzlerin kommt, hätten wir ein bisschen aufgeräumt. Hier sieht‘s aus als wäre eine Rakete eingeschlagen.“, sagte der Oberbefehlshaber vor Ort. Doch die Kanzlerin störte sich nicht an der Unordnung im Land. Halbbekleidet trat Sie in Masar i Sharif auf die Bühne und sang ein paar schöne Volkslieder um die Soldaten von ihrem Stress abzulenken und ihnen Mut zu machen. „Obwohl der Krieg in Afghanistan absolut sinnlos und auch nicht mehr zu gewinnen ist, leisten die Soldaten hier Großartiges.“, sagte Merkel nach ihrem Auftritt, der einige Bundeswehrsoldaten dazu veranlasste, zur Taliban überzutreten. Die Kanzlerin will sich noch einen weiteren Tag in Afghanistan aufhalten und das Gespräch mit den in Afghanistan regierenden Taliban suchen.
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Wenige wissen, dass sie bald einen Abgang machen müssen. Noch weniger müssen es, weil sie Dinge getan haben, wofür sie einen Abgang verordnet bekommen.
Viele Menschen wollen sich aber vor ihrem Abgang ein Denkmal setzen.
So auch er.
Er ist brutaler Massenmörder. So weit, so gewöhnlich. Weil er auf der Erschütterungsskala damit gar nicht mehr punkten kann, zwischen all den Grillern, Diktatoren und Terroristen, wird er aber bald vergessen sein.
Wenn er nicht was einmaliges macht.
Auch ein PR-Berater wie
Bill Dung hätte ihm nichts besseres empfehlen können, als das, was er jetzt vorhat.
Er will ein Album rausbringen.
Ein Album, das den Begriff Killersound neu definieren soll.
Die erste Singleauskopplung wird "oops I did it again" heißen.
Weitere werden folgen. Bislang bekannt sind "Born to be wild (on a whole new level)" und "every breath you take (could be your la-la-last)".
Krönendes Finale auf dem 66 Minuten und 66 Sekunden langen Longplayer soll "another dead in the mall" sein.
Ürsprungliche Planungen, ein paar stimmige Cuts einfließen zu lassen, mussten leider über den Haufen geworfen werden. Zwar sei er nach wie vor einer der besten Cutter, meint er auf Nachfrage, doch die Justiz gestatte ihm nicht, in seiner Zelle Verstümmelungen durchzuführen.
Auch so dürfte es aber das Killeralbum des Jahres werden und obendrein jeden Cent wert sein, verspricht er uns.
Ihr C. C. Fliege.
Beachten Sie bitte auch den Original-Artikel.
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Guten Tag liebe Hausmeistergemeinde,
bei meiner täglichen Zeitungslektüre und beim Lesen diverser Agenturmeldungen zur Wirtschafts- und Finanzkrise kommen mir manchmal ganz wirre Gedanken in den Kopf geflogen.
Bisher hat ma ja eigentlich immer nur von bestimmten Branchen gehört, der die Krise zu schaffen macht. Gut der Export bricht ein, die Banken machen schlapp und die Werte börsennotierter Unternehmen geben immer noch nach, Mehdorn gibt auf, trotz guter Bilanzen, aber wie sieht es denn mit dem Dienstleistungsgewerbe aus. Erreicht die Krise wirklich alle Branchen?
Und jetzt kriegt der Keule doch noch die Kurve, genau wie sieht es den mit Krise und dem ältesten Dienstleistungsgewerbe der Welt aus, das Gewerbe, welches direkt am männlichen Menschen dranhängt.
Nein ich meine nicht das Hausmeistergewerbe.
Wie geht es eigentlich Deutschlands Bordellen, wo die Kassen beim Manne leer sind. Bedeuten weniger Umsätze und Einkommen auch, dass die Kassen in den Freudenhäusern auch nicht mehr so pralle gefühlt sind. Ja die Krise hat auch die Rotlichtszene erreicht.
Gut informierte Hausmeisterkreise aus Hamburg berichten zum Beispiel von Flatrates in Puffs. In ländlichen Gegenden heißt es seit kurzem: Zahlst du einmal, kommst du zweimal.
Bestürzende Fakten: vor Monaten mußte der leidgeprüfte Kunde noch 150 Euro für ein wenig Entspannung bezahlen, mittlerweile nur noch 50 Euro, so sagen meine gut informierten Politiker- und Gewerkschafterkreise. Jaja was im Zuge der Inflation des einen Leid, ist des anderen Freud. Manche Damen wissen schon gar nicht mehr die Miete für die Zimmer zu bezahlen, wie auch wenn es bei ihnen anstatt Fleißbandarbeit nur noch Kurzarbeit gibt.
Bald muß es dann wohl auch noch eine Abwrackprämie für das horizontale Gewerbe geben.
Nur die Sexindustrie freut sich, so hört man zum Beispiel von Beate Uhse von steigenden Umsatzzahlen bei DVDs und allerlei Spielzeug.
Ich sags doch Heimarbeit macht mehr Spass. Mal schauen, ob sich das bei den Zuwachsraten der Geburten in den nächsten Monaten bemerkbar macht.
In diesem Sinne hausmeisterliche Flatrate
Karl Keule
"KeulenKalle"
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Spielen Sie Killerspiele?
Nein? Dann fangen Sie an. Am besten gleich.
Klar. Man wird sozial geächtet, vor Ihrem Aufenthaltsort parkt ein grauer Lieferwagen, in Ihrer Telefonleitung hört man seltsame Geräusche.
Und eines Tages steht man mit einem Fuß im Knast, weil man mit der Maus ein paar Schüsse abgegeben hat.
Ihr soziales Umfeld wendet sich von Ihnen ab, wird Sie als potentiellen Killer betrachten.
Aber, wenn Sie dann tatsächlich jemanden um die Ecke bringen, hat Ihnen das bestimmt keiner zugetraut.
Überzeugt? Na, kommen Sie.
Einen Knaller hab ich noch. Wenn Sie regelmäßig vor dem Computer sitzen, in einem dunklen Raum, mit lauter, am besten böser, Musik und möglichst viele virtuelle Gestalten auf möglichst grausame Art und Weise um die Ecke bringen, dann schadet das vielleicht Ihrem Sozialverhalten.
Aber nicht ihren Augen.
Ganz im Gegenteil.
Killerspielspieler können durch regelmäßiges Spielen spürbar besser sehen.
Kontrastreicher.
Na wenn das nichts ist.
Ein begeisterter Tom A. T.
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Umstellung:
Laut der Uhr an meinem PC wurde letzte Nacht die Zeit eine Stunde vorgestellt. Wie ich aus Insiderkreisen erfahren konnte ist jetzt die Sommerzeit angebrochen. Natürlich ist das keine wichtige Meldung, denn diese kommen ja erst jetzt:
Hessen:
Bei den diesjährigen Abiturprüfungen im Bundesland Hessen kam es zu peinlichen Fehlern. Die Matheaufgaben des Zentralabitur seien teilweise unlösbar gewesen, teilte uns ein Unverantwortlicher mit. "Eigentlich nichts Neues", meint der Geschichtenerzähler, "die hessische Regierung hatte schon immer Probleme mit dem Integrieren. Vorher waren es Ausländer und jetzt sind es eben die Zahlen."
Medizin:
Immer mehr Ärzte in Deutschland nagen am seidenen Hungertuch. Das ergab eine Umfrage in den Arztpraxen des Landes. Mittlerweile fallen immer mehr Ärzte unter die 100000 Euro Jahresverdienst Grenze und schlittern damit geradewegs in die Armut. „Mein neuer 7er BMW hat mich 91000 Euro gekostet. Jetzt habe ich nur noch 3000 Euro im Jahr übrig.“, sagte ein Allgemeinmediziner und füllte seinen Antrag auf Hartz 4 aus.
Hartz 4 zu beantragen ist jedoch nur eine Möglichkeit. Eine weitere ist die Verrichtung von Nebenjobs. „Ich erzähle meinen gesunden Patienten, dass sie unheilbar krank sind und verkaufe ihnen Lebensversicherungen.“, erzählte uns ein HNO Arzt aus Wattenscheid, welcher nebenbei auch noch ein paar tolle Staubsauger im Angebot hatte.
Schuld an der Misere ist in diesem Fall aber nicht die Bundesregierung, auch wenn es dem Geschichtenerzähler schwer fällt, dies zu zugegeben. Es gibt einfach mehr Ärzte als vor ein paar Jahren, die sich natürlich die gleiche Menge an Geld teilen müssen.
Umwelt:
Der Hobby Umweltminister Sigmar Gabriel gab letzte Woche bekannt, dass man die beschlossene Treibhausquote im Kyoto Protokoll ohne Probleme einhalten wird. Durch die Finanzkrise konnte ein Minus von unschlagbaren 23 Prozent des CO2 Ausstoßes erreicht werden.
„Ich habe die Finanzkrise ausgelöst um die Umwelt zu retten.“, sprach der Umweltminister auf einer Konferenz für transpirierende Eisbären. Die Finanzkrise ist also eine großangelegte Rettung der Welt und die Teilnehmer des G 20 Gipfels (20 Gangsterstaaten) wollen den Ausstoß von Treibhausgasen weiter senken, indem sie Billionen an Steuergeldern in marode Banken stecken, damit die Bürger dieses Geld nicht sinnlos in CO2 umwandeln. Ein Plan der bis jetzt rigoros aufging.
Doch diese Tatsache verwirrt solche Organisationen wie die Weltretter und Globalisierungsgegner der Attac völlig. Bis jetzt sei man gegen die Finanzkrise und gegen die Umweltkrise gewesen. „Es ist an der Zeit sich entweder für die armen Menschen oder für die arme Umwelt zu entscheiden.“, sagte der Pressesprecher der Attac am vergangenen Dienstag und wies auf den Gewissenskonflikt der Organisation hin. Die Demonstrationen in Berlin und London zeigen jedoch ein völlig anderes Bild. Hier ist man sich schon längst im Klaren die Umwelt mit brennenden Autos zu verschmutzen und damit die Menschheit zu retten.
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Da kennt jemand die Sorgen und Nöte seiner Belegschaft.
Kurzarbeit. Gehaltsverzicht. Krise.
Ist alles nicht mehr so einfach. Das merkt auch der Herr Würth. Seines Zeichens Schraubenkönig.
Eigentlich wollte er ja auch ne Nummer größer investieren. Aber bei 85 m Länge war Schluss. Hat immerhin rund 100 Millionen gekostet, seine neue Yacht.
Mhhh. Ist ja klar, dass man mit sowas lieber nicht rumprotzt. Könnte man glatt von den Saudis ausgelacht werden. Armut ist eben keine Tugend.
Deswegen versuchte Herr Würth so gut es ging, geheim zu halten, dass er sich tatsächlich nur so eine Nusschale leisten konnte.
So richtig geheim blieb's nicht, glaube ich. Steht auf spiegel-online. Gilt das noch als geheim? Naja, vielleicht ein bisschen, immerhin liest da der gemeine RTL-Zuschauer eher nicht.
Jedenfalls könnte man den netten Herrn Schraubenkönig fast schon loben und für sein Fingerspitzengefühl auszeichnen. In Zeiten von Krise so besonnen zu reagieren und ein wenig antizyklisch zu handeln. Aber das alles war natürlich nichts weiter als eine notwendige Investition und von daher bedarf es da keiner weiteren großen Geste.
Trotzdem toll.
Euer Herr Ruin.
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